Gesundes Training fördern – riskantes Verhalten erkennen
Höher, schneller, fitter – Selbstoptimierung ist längst zu einem Leitmotiv unserer Leistungsgesellschaft geworden. Social Media, Werbeversprechen und Fitness-Trends vermitteln klare Bilder davon, wie ein „idealer“ Körper auszusehen hat und wie Training auszurichten ist. Doch wo endet gesunde Motivation – und wo beginnt Zwang, Überforderung oder sogar gesundheitliches Risiko?
Dieser Vortrag wirft einen differenzierten Blick auf die Mechanismen, die Menschen wirklich zum Training antreiben. Prof. Dr. Ingo Froböse zeigt, warum Motivation kein Zufallsprodukt ist, sondern auf klaren psychologischen Grundbedürfnissen basiert – und weshalb fehlgeleitete Anreize langfristig mehr schaden als nutzen.
Motivation verstehen – statt Druck erzeugen
Wer Menschen zu Bewegung und Training begleiten möchte, braucht mehr als Trainingspläne und Leistungsziele. Entscheidend ist das Verständnis dafür, warum jemand trainiert: aus Freude, aus Überzeugung, aus sozialen Motiven – oder aus Angst, Druck und Vergleich? Der Vortrag beleuchtet, wie äußere Einflüsse Motivation verzerren können und wie leicht gesundes Engagement in zwanghaftes Verhalten kippt.
Im Fokus steht dabei die Fähigkeit, zwischen förderlicher Selbstoptimierung und riskanten Mustern zu unterscheiden – ein zentrales Kompetenzfeld für Trainer, Therapeuten, Gesundheitsanbieter und Führungskräfte im Bewegungs- und Präventionsbereich.
Speaker: Prof. Dr. Ingo Froböse
Prof. Dr. Ingo Froböse lehrt Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln. In seiner Funktion als wissenschaftlicher Leiter eines Forschungsinstituts mit Schwerpunkt präventives Training engagiert er sich für die evidenzbasierte Weiterentwicklung gesundheitsorientierter Trainingskonzepte.